Sonstiges

Geldsozialismus der Zentralbanken

„Citigroup: EZB ist einziger Käufer italienischer Staatsanleihen“

Die Spatzen pfeifen es inzwischen von den Dächern. Wir leben in reinstem Geldsozialismus der Zentralbanken und in einem in der Weltgeschichte noch nie überlebensfähigen planwirtschaftlichen System – auch wenn es noch immer nicht „Zentralbank-Planwirtschaft“ heißen darf. Außer auf den unabhängigen Medien der „Austrians“.

Hier die nun offizielle Bestätigung dessen, was wir seit mehr als 15 Jahren sagen:
„Wie die Citigroup berichtet, ist die EZB inzwischen praktisch der einzige Käufer italienischer Staatsanleihen. Private Investoren haben in den vergangenen Jahren demnach entweder ihre italienischen Papiere an die EZB verkauft, oder diese erst gar nicht gekauft.“

=> Es gibt kein richtiges (Anlage-)Verhalten im falschen System. Man kann und muss sich aus diesem Wahnsinn verabschieden. Auch wenn die Euro-Anlagenpreise hyperinflationär auch noch um x Zehnerpotenzen steigen können. Es ist alles funny money – nichts daran ist gesundes, reales Wachstum. Nur Zocker können mit kleinen Teilen ihres Vermögens dieses Spiel noch einige Zeit mitspielen – und darauf hoffen, rechtzeitig rauszukommen, denn am Ende wird es superschnell nach unten gehen und keine Käufer für EZB-Schrott und dessen Derivate ( = alle Anlageklassen außer unbelastete Sachwerte) mehr geben.

=> Im Reichstag sagte ich im Dezember öffentlich, die EURopäischen Anleihenmärkte sind „durch die EZB dysfunktionalisiert“.

=> Dies gilt nicht nur für die italienischen Anleihen, sondern für praktisch den gesamten EURopäischen Anleihemarkt jenseits deutscher Bonds. Und der Wahnsinn kann auch nicht dadurch kaschiert werden,
– dass die EZB formal „nur im Sekundärmarkt“ kauft (natürlich mit direkter Rückwirkung auf den Primärmarkt),
– dass es formal auch „private“ Käufer gibt, die ihren Schritt aber sehr schnell bei der EZB abladen,
– dass diese privaten Käufer sich zT zu absurden NEGATIVzinsen bei der EZB refinanzieren, was betriebswirtschaftlich sogar lächerlich niedrigverzinste italienische Bonds attraktiv macht, denn das zugehörige riesige Ausfall-RISIKO liegt durch Haftungs- und Abnahmegarantien zu 100% bei der EZB – vulgo beim deutschen Steuerzahler.

Hier zum Nachlesen – was uns und allen systemunabhängigen Ökonomen eh seit Jahren klar ist – nun aber eben auch ganz offiziell:

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de [DWN, 2.1.2018]

„Citigroup: EZB ist einziger Käufer italienischer Staatsanleihen … Aus der Grafik der Citigroup geht hervor, dass die Nachfrage der Investoren nach italienischen Staatsanleihen etwa im Jahr 2014 zu sinken begann. Heute besitzen Banken, andere Finanzinstitutionen und Ausländer so gut wie keine Anleihen des Landes mehr, sondern fast ausschließlich die EZB. Diese ist dazu übergegangen, mehr italienische Papiere zu kaufen, als nach dem sogenannten Kapitalschlüssel eigentlich vorgesehen ist.“

 

Quelle: Peter Boehringer

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