Offene Briefe

Ausgrenzung der AfD durch die Sudetendeutsche Landsmannschaft

Stephan Protschka: Am Freitag erreichte mich die schriftliche Weigerung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, unserer Fraktion einen Stand auf dem Sudetendeutschen Tag 2018 zu gestatten.
Meine Antwort darauf ist ein offener Brief, den ich auch hier veröffentliche:


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit großem Interesse haben wir heute Ihre Antwort auf unsere Anfrage gelesen.

Sie verweigern darin der drittgrößten Fraktion im 19. Deutschen Bundestag die Gelegenheit, sich auf dem Sudetendeutschen Tag zu präsentieren. Mit anderen Worten:
Sie verweigern damit nicht nur dem Plenumsmitglied des Sudetendeutschen Rates, Herrn MdB Stephan Protschka, einen Stand, was verschmerzbar gewesen wäre.
Nein, darüber hinaus verweigern Sie auch allen 92 Bundestagsabgeordneten der Alternative für Deutschland die Möglichkeit im Rahmen des Sudetendeutschen Tages die eigenen Positionen zur Vertriebenenpolitik zu präsentieren.
Dem Prinzip der parlamentarischen Demokratie folgend, verweigern Sie also 5.811.750 (in Worten: Fünfmillionenachthundertelftausendsiebenhundertfünfzig) Wählern der AfD die Vertretung auf dem Sudetendeutschen Tag – alle Achtung.

Allen anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag (sofern sich diese überhaupt für die Belange der Vertriebenen interessieren) verweigern Sie diese Gelegenheit nicht. Als Grund dieser Ungleichbehandlung muss hier eine angeblich nicht „ausreichende Abgrenzung nach rechts oder links“ herhalten, die Sie freilich nur selbst als genügend oder ungenügend bewerten können.

Tatsächlich scheint es aber eher so zu sein, dass Teile Ihres Vorstandes vor allem darauf versessen sind, die Sudetendeutsche Landsmannschaft möglichst auf Unionskurs zu halten.
Ihr Einfluss in der Union genügt nicht mehr, um einen eigenen Vertreter in ein Landes-, Bundes- oder supranationales Parlament zu hieven, aber um als Kanzlerwahlverein den Abstieg der Union auf Raten weiterhin zu unterstützen, dazu sind sie anscheinend noch gut genug.
Vermutlich können Sie von Glück reden, dass die Anliegen der Vertriebenen von Ihren Gönnern bewusst seit Jahren ignoriert werden – wie sonst könnten Sie noch in die bequeme Lage kommen, in der Sie jetzt sind.
Wir bedauern diesen offensichtlichen Verfall einer der größten Vertriebenenorganisationen der Nachkriegszeit und sprechen Ihnen für Ihre Ablehnung unsere deutliche Verwunderung aus. Wir hoffen, dass Ihre Mitglieder von Ihren undemokratischen Umtrieben bald umfassend erfahren.

Weitere Schritte werden wir uns offenhalten und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

I.A. Stephan Protschka“

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